Dwight Eisenhower hatte keine Kinder, die um 7 Uhr morgens nach Hilfe beim Anziehen rufen, während ein Projektmeeting in der Leitung wartet. Das Eisenhower-Prinzip ist ein mächtiges Werkzeug, aber es braucht im Familienkontext eine Anpassung.
Die Grundidee: Aufgaben in vier Kategorien teilen. Wichtig und dringend, wichtig aber nicht dringend, dringend aber nicht wichtig, weder noch. Das Problem für Eltern: Kinder-Bedürfnisse fallen oft in Kategorie eins, obwohl sie manchmal Kategorie zwei sind. Der Unterschied liegt im Timing.
Ein Kind das schreit, ist nicht automatisch eine Aufgabe die sofort deine volle Aufmerksamkeit braucht. Manchmal ist es wichtig, aber nicht dringend im Sinne von: es kann zwei Minuten warten, bis du deinen Gedankengang abgeschlossen hast. Diese Unterscheidung zu treffen, ohne dich schlecht zu fühlen, ist eine Kompetenz.
Die Einschränkung: Das Prinzip funktioniert nur, wenn du regelmäßig eine Übersicht über deine Aufgaben hast. Wer keine Liste führt, kann nicht priorisieren. Der erste Schritt ist also immer der gleiche: aufschreiben, was ansteht.
Für Eltern empfiehlt sich eine angepasste Version: zwei Kategorien statt vier. Heute vs. diese Woche. Weniger Entscheidungsaufwand, gleicher Effekt.